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Ein bisschen wie in Berlin fühlte ich mich, als ich vor dem “Why so serious?” saß, die Frohnhauser um uns lebten und der Chefkoch grüne Haare hatte. Dass es neben Fritz-Kola und Mischmasch auch vegetarische und vegane Gerichte im “Why so serious?” gibt, verstärkte das Gefühl noch.

Dem Essen merkt man an, dass Christian Döweling nicht nur eine Kochausbildung absolvierte, sondern auch in namhaften Restaurants wie der “Schote” oder “Hannapel”, aber auch für die “Rote Gourmet Fraktion” gearbeitet hat (Erinnert ein bisschen an den Besitzer des Wattenscheider Profigrills. Vielleicht verstecken sich noch in anderen Imbissbuden im Pott Köche aus Sterneküchen?).

“Gemüsetaler auf Rucola-Melonen-Salat” habe ich noch nie in einem anderen Imbiss auf der Karte gesehen. Was sich eh schon gut anhörte, war in der Realität noch besser, der Rucola hatte andere Salat-Freunde an seiner Seite, genauso wie verschiedene Melonensorten. Und die grossen Croutons passten perfekt. (Außerdem gelbe Cherrytomaten. Gelb!)

Der Mann freute sich über das omnivore Angebot und die Currywurst/Pommes. Da er leider nicht mir zuliebe die vegane Mayo dazu nehmen wollte, spendierte Christian ein Probierschälchen davon (Nochmal herzlichen Dank!). Currysoße und beide Mayos schmecken nicht nur selbstgemacht, sondern sind es auch. Da der Mann und ich Mayo-Herstellungs-Nieten sind, waren wir schwerstens beeindruckt.

Nicht nur für Vegetarier und Veganer eine Empfehlung, sondern für alle, die lecker und gut essen wollen - zu absolut zivilen Preisen.

Herzlichen Dank an die Arbeitskollegin für den Tipp und den Mann für die Fotos!

Why so serious?, Kölner Str. 3, 45145 Essen
Die Facebookseite gibt Auskunft über Wochenendkarten und Specials.

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Aus Berlin habe ich bei meinem Umzug etwas Besonderes mitgebracht. Eine Psychopsis. Genauer: Eine Psychopsis kalihi.

Der Mann vermutete starkes Pflegebedürfnis, als er das etwas aus grün-braun gefleckten Blättern und einem einzigen dünnen Stiel sah. Als der Stiel in den nächsten Wochen auf 50 cm anwuchs, gingen wir davon aus, dass die Pflanze bald anfangen würde zu sprechen. “Feed me, Seymore!” schien uns angemessen.

Tatsächlich wuchs dann an der Spitze des Stiels eine Knospe, die immer größer wurde und sich schliesslich öffnete. Eine Kreuzung zwischen Marsmensch und Schmetterling erfreute uns eine Zeit lang und fiel dann ab. Der Stiel hatte schon die nächste Knospe angesetzt, die immer größer wurde, sich schliesslich öffnete… Ein immerwährender Kreislauf, der nur einmal kurz unterbrochen wurde, als die Phalaenopsis mit den großen weißen Blüten einen Kampf in der Badewanne gewann und eine kurz vor der Blüte stehende Knospe abschlug. Die Psychopsis lies sich nicht beirren, der Stiel hatte schon die nächste Knospe angesetzt…

Und weil ich meine, dass dieses Perpetuum mobile der Natur Beachtung verdient, fotografiere ich die Psychopsis nun jeden Tag, bis die Blüte wieder fällt. Bitte wenden Sie den Blick nach rechts und staunen Sie.

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1.) Welche Überschrift trägt deine Woche?

Facettenreich…

2.) Wo isst du im Moment am liebsten?

An unserem Esstisch

3.) In deinem Bad?

Bunte Fläschen vor bunter Kosmetiktücherbox
4.) Dein Ohrwurm?

Isch abe gar kein Ohrwurm…

5.) Was machst du Pfingsten?

Entspannen

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Seit ein paar Wochen haben wir eine Apfelsaft-Zapfstelle im Kühlschrank, die 5 Liter Packung Apfelsaft vom Hof Umberg aus Bottrop-Kirchhellen. 6,80 Euro muss man auf den Tisch legen, dafür gibt es hervorragenden Apfelsaft aus der Region. Neben unserem “gemischten” gibt es auch sortenreine Apfelsäfte, zum Beispiel Elstar, Rubinette oder Braeburn. Angebrochen hält sich der Vorrat außerhalb des Kühlschranks drei Wochen, im Kühlschrank sogar zwei Monate. Und weil die Zapfstation so lecker und praktisch ist, muss ich bald wieder für Nachschub sorgen.

Lokalkolorit, der extrem gut schmeckt!

Ein Tipp für Spargel-Liebhaber (Der Spargel von Umberg ist nämlich auch hervorragend!): Vom 26. bis 28. Mai findet auf dem Hof das “Spargel Gourmetfestival” statt. Verschiedene gastronomische Vertreter von Essen geniessen e.V zaubern Kulinarisches, begleitet von Musikprogramm und verschiedenen Ausstellern.

Hof Umberg, Overhagener Feld 10, 46244 Bottrop-Kirchhellen
Verkauf im Hofladen und an verschiedenen Verkaufsständen

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Nach unserer eher weniger erfolgreichen Wanderung kreuz und quer über den Pastoratsberg hatten wir Hunger. Wie gut, dass Werden nicht weit war und der Mann sich erinnerte, dass ich mal in das Petite Raclette in Werden wollte (Ein kulinarischer Tipp von Anne Schüssler, bei ihr erfährt man auch, wie es drinnen aussieht und das Dessert schmeckt). Nach einem kleinen Spaziergang durch das wirklich sehr nette Werden besetzten wir pünktlich um 12 Uhr die “Sonnengasse”.

Während der Mann einen Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln bestellte, musste es bei mir mein “All time favorite” sein: Salat mit Ziegenkäse. Den habe ich schon in Frankreich und Deutschland rauf und runter gegessen (leider auch in schlechter Version).

Der Landwein war gut gekühlt, das Essen hervorragend und in der Sonnengasse kann man sich wohlfühlen. Dazu kam noch eine sehr nette Bedienung.

Der Mann und ich haben nicht nur beschlossen, Samstags öfter mal mittags essen zu gehen, sondern garantiert auch noch öfter ins Petite Raclette zu kommen.

Petite Raclette, Hufergasse 7-9, 45239 Essen

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[caption id=”attachment_4432” align=”alignleft” width=”300” caption=”Genauso grau, dreckig und zugebaut wie das Ruhrgebiet”][/caption]

Bei Witten liegt die Wiege des Ruhrgebiets: Das Muttental. Bereits im 16. Jahrhundert wurde hier die erste Kohle im Tagebau abgebaut. 450 Jahre Bergbaugeschichte begegnen Wanderern auf dem 9 km langen Rundwanderweg, Natur gibt es gratis dazu.

Los geht es auf einem Parkplatz an der Nachtigallstraße. Dort fährt nämlich die Muttentalbahn ab, die uns zur “Zeche Nachtigall” fährt. 1,5 km Fußweg spart man, wenn man die 3,50 € für die Fahrt zahlt. Ab Zeche Nachtigall dann zu Fuß - ein wenig verwirrend, weil es doch viele Wege gibt. Wir entscheiden uns für A3 und wandern Richtung Burg Hardenstein. Ab 1345 wurde die Burg errichtet und derzeit saniert, deshalb gibt es eigentlich fast nur Gerüst zu sehen.

Überall im Wald befinden sich Relikte aus der Kohlezeit, alle bestens beschildert und erklärt. Gut ausgeschildert ist auch der Rundwanderweg, trotzdem empfiehlt es sich, eine Karte mitzunehmen. Ebenfalls empfehlenswert ist festes Schuhwerk, über die Waldwege geht es streckenweise stark bergauf oder -ab.

Ungefähr auf der Hälfte des Rundwanderweges liegt die Gaststätte “Zur alten Tür”.

[caption id=”attachment_4441” align=”alignright” width=”150” caption=”Frittiertes Stillleben auf Papiertischdecke”][/caption]

Früher tranken hier Fuhrleute und Bergmänner ein Schnäppschen, heute empfängt einen der Charme der 70er Jahre. Wer keine Scheu hat, durch den Raucher-Kneipen-Bereich hindurch zu gehen und verlassen in einem Saal zu sitzen, der Butterfahrten-Gruppen geradezu einlädt, wird auch an der Auswahl von Schnitzel und Rumpsteaks in allen Variationen nichts auszusetzen finden. Vegetarier haben die Qual der Wahl: Gemischter Salat (Eingelegte Bohnen, eingelegte Gurken, eingelegtes Kraut, gekrönt von Kopfsalat und Sahnesauce), Omelett oder Kuchen.

Der Rest des Weges läuft sich schneller. Beim Sauerländischen Gebirgsverein mit hoher Bochum-Beteiligung gibt es Ständchen und Kuchen, beim Bethhaus Würstchen. Der Weg endet an Gut Steinhausen, von dort ist es nur ein kurzes Stück zurück zum Parkplatz.

Wanderschuhe und Wasserflasche einpacken und eine der schönsten und vor allem grünsten Ecken des Ruhrgebiets entdecken!

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Früher einmal befanden sich auf dem Pastoratsberg in Essen-Werden die Herrenburg und die Alteburg, ein karolingischer Ringwall. Inmitten des Ringwalls befand sich das Pfarrhaus St. Clemens. Hört sich auch in “111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muß” toll an.

Vor Ort kommt die erste Ernüchterung: Die idyllische Jugendherberge wurde auf Teilen der Herrenburg errichtet, diese dabei zerstört. Der Mann und ich überzeugen uns davon, dass von den denkmalgeschützten Anlagen tatsächlich nichts zu finden ist. Auch nicht, wenn man zwei Stunden durch die umgebenden Wälder irrt. Der Mann fotografiert stattdessen für mich Schnecken und wird verdächtigt, den Baum zu “ritzen”.

Hätten wir mal die Ausflugstipps Rhein-Ruhr vorher gelesen: “Beide Besichtigungspunkte - Herrenburg sowie Alteburg - sind für Laien schwer nachvollziehbar, da kaum dauerhafte Relikte vor Ort vorhanden sind.”

[caption id=”attachment_4403” align=”alignleft” width=”200” caption=”Ehemaliges jüdisches Altenheim in Werden”][/caption]

Suchen wir eben nach dem jüdischen Friedhof, der sich auch in der Gegend befinden soll. Problem: Auch der ist nicht zu finden. Eine kurze Online-Recherche vor Ort klärt uns auf: Er ist sehr versteckt, nicht ausgeschildert und zudem verschlossen.

Fazit: Von den “111 Orten” inspirieren lassen, aber nicht einfach hinfahren… Hervorragend und einfach zu finden und auch noch ganz in der Nähe war dagegen das “Petite raclette”, ein Tipp von Anne Schüssler.

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Ohhh… Mhhh... habe ich nicht nur den Besuch in der grandiosen Spiesserei und die leckerste Bolo aller Zeiten zu verdanken, sondern auch viele Anregungen und schöne Fotos. Um den Frage-Foto-Freitag schleiche ich schon seit längerem herum, nun mache ich mal mit:

1.) Was wird heute der Hammer?

Auf dem Sofa entspannen und das gute Wetter ignorieren.

2.) Um deinen Hals?

Ketten selten - dafür immer gerne Tücher…

3.) Was tust du dieses Wochenende nicht?

Baden. Weil wir seit gestern kein heißes Wasser haben. Da ist schon Duschen eine Herausforderung.

4.)  Dein nächstes Projekt?

Rhabarber-Kompott.

5.) Wo oder wie wohnen deine Schuhe?

Unter den Jacken.

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Der Mann bittet darum mitzuteilen, dass die Bergmann-Ente nicht schwimmtauglich ist, sondern immer den Kopf ins Wasser taucht. Ist ja auch klar: Die sucht in den Tiefen nach Kohle.

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Das ist Herr Rob. Herr Rob war gestern das einzige männliche Wesen in einer Horde von Bloggerinnen aus dem Ruhrgebiet, die sich in Essen zum “Ersten Blogowski” getroffen haben. Herr Rob lebt bei der Juli, die die Übernahme der Weltherrschaft das Bloggertreffen organisiert hat und ganz nebenbei das bezaubernde und gute Laune machende Blog “HeimatPottential” befüllt. Anne hat die Bahnhöfe mal sein lassen und war da, Lauri likes auch andere Bloggerinnen und noch ganz viele andere schreibende Damen saßen mit am Tisch…

Still war es nur einmal - als ich mein Glas auf dem Tisch zerdeppert habe. Ansonsten wurde viel und vor allem lange geredet, gelacht, sich ausgetauscht. Ich bin der Meinung: “Das war spitze!” und muss unbedingt wiederholt werden. (Und der Juli herzlichen Dank!)

Bessergehtnich-Artikel von Anne

Juli hat Pippi inne Augen

Ellen ruft zur Vernetzung auf

Cupcakequeen hat fotografiert